„AutoBild“-Winterreifentest: Vier „vorBildliche“ Reifen ( Ausgabe (40/2014) )

Unter der Überschrift „Für den Schnee von Morgen“ hat die Fachzeitschrift „AutoBild“ (40/2014) ihren aktuellen Winterreifentest veröffentlicht. Die Redaktion testete insgesamt 50 Reifenmodelle unterschiedlicher Marken in der Größe 225/50 R 17. Davon schieden zunächst 30 Reifen mit den längsten Bremswegen auf nasser Piste aus. Von den restlichen 20 Kandidaten qualifizierten sich 16 aufgrund ihrer Bremsleistungen auf Nässe und Schnee für das Finale. Vier Reifen, der Dunlop SP Winter Sport 4D, Michelin Alpin A4, Continental WinterContact TS 850 und der Nokian WR D3, schneiden „vorBildlich“ ab.

30 der insgesamt 50 getesteten Reifen schieden bereits nach dem ersten Bremsen aus. „Sie bieten nur geringe Sicherheitsreserven auf nasser Fahrbahn“, sagen die „AutoBild“-Reifentester. Unter ihnen befinden sich Markenreifen wie zum Beispiel der Toyo Snowprox S953 (Platz 24), GT Radial Champiro WT-AX (Platz 26), Kleber Krisalp HP2 (Platz 30), Yokohama W.driveV902 (Platz 33) und der Maxxis Presa Snow (Platz 40). Den Einzug ins Finale der besten 16 Reifen verpassten knapp die vier Reifen Falken Eurowinter HS449, Roadstone Winguard Sport, Apollo Alnac Winter und Nexen WinGuard Sport. Hier entschied die Summe der Bremswege auf Nässe und Schnee über den Verbleib beziehungsweise Einzug ins Finale.

Die 16 Finalisten mussten schließlich ihre Performance auf Schnee, Nässe und trockener Straße auf einem Test-BMW unter Beweis stellen. Auch die Kosten, bestehend aus Laufleistung, Preis/ Laufleistung und Rollwiderstand, flossen in die Gesamtwertung mit ein. Als „hervorragender Winterreifen mit dynamischen Handlingqualitäten auf verschneiter und nasser Strecke“, wird der „vorBildliche“ Dunlop SP Winter Sport 4D bezeichnet. Die Reifentester loben zudem seine „sicheren Aquaplaningqualitäten, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Kilometerleistung.“ Der ebenfalls „vorBildliche“ Michelin Alpin A4 bekommt zudem die Auszeichnung „Eco-Meister 2014“. Auch dieser Reifen habe ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch zeichne er sich durch stabile Seitenführung und beste Handlingqualitäten auf verschneiter Piste aus. Es folgen die beiden „vorBildlichen“ Reifen Continental WinterContact TS 850 („Winterspezialist mit beeindruckenden Fahreigenschaften auf nasser Straße. Hervorragende Sicherheitsreserven bei Aquaplaning. Kurze Bremswege auf verschneiter und nasser Piste“) und der Nokian WR D3 („Winterprofil mit ausgewogen sicherem Fahrverhalten und kurzen Bremswegen auf verschneiter Strecke“).

Die Reifentester bewerten fünf weitere Reifen als „empfehlenswert“: Der Goodyear UltraGrip 8 Performance zeigt nach Aussage der Testverantwortlichen hervorragende Fahrleistungen auf verschneiter und nasser Piste. Seine Trockenbremswege seien jedoch leicht verlängert. Der Bridgestone Blizzak LM-32S kann die Reifentester durch „ausgewogenes Leistungspotential bei allen Witterungsbedingungen“ überzeugen. Leichte Abstriche bekommt er aufgrund „leicht verlängerter Trockenbremswege“ und „mäßigem Komfort.“ Mäßige Aquaplaningeigenschaften habe der Pirelli Winter Sottozero Serie 3, doch punkte er durch spitzenmäßiges Handling auf verschneiter und nasser Piste. „Markenreifen mit ausgeglichenem Leistungspotential“ aber „nur durchschnittliche Handlingqualitäten auf nasser Fahrbahn“, schreiben die Reifentester über den Semperit Speed-Grip 2. Es folgt der Hankook Winter I*Cept RS („Winterprofil mit sicherem Fahrverhalten auf verschneiter und trockener Strecke“, doch „befriedigende Handlingqualitäten bei Nässe“).

Fünf weitere Pneus schneiden mit der Schulnote „befriedigend“ ab. Diese Gruppe führt der Uniroyal MS plus 77 („Winterspezialist mit kürzesten Bremswegen und sportlichen Handlingqualitäten auf verschneiter Strecke“) an, gefolgt vom „preisgünstigen Winterprofil“ Barum Polaris 3 („gute Schneetauglichkeit; eingeschränkte Seitenführung und mäßige Fahrqualitäten auf nasser und trockener Fahrbahn“) und dem Fulda Kristall Control HP („überzeugende Wintertauglichkeit mit guter Zugkraft und dynamischen Handlingqualitäten“ aber „nur befriedigendes Nass- und Trockenhandling“). Während der Kumho I’Zen KW27 gute Traktion und kurze Bremswege auf Schnee vorweisen soll, zählen zu den „Stärken“ des Westlake SW608 „gute Verzögerung bei Nässe und günstiger Preis.“ Abstriche bekommt der Kumho-Reifen durch „verlängerte Trockenbremswege“, der Westlake-Reifen zeige unharmonisches Fahrverhalten bei Trockenheit und Schnee. Mit dem Goodride SW608 und dem Cooper WeatherMaster SA2 schneiden zwei Reifen „bedingt empfehlenswert“ ab. Beim Goodride-Reifen bemängeln die Reifentester „lange Trockenbremswege und stark eingeschränkte Kilometerlaufleistung“, beim Cooper-Reifen „schlechte Wirtschaftlichkeit durch erhöhten Rollwiderstand und erheblich eingeschränkte Kilometerleistung.“

Quelle: www.gummibereifung.de